:: USA Ostküste Tag 12+13

Urlaub_USA_Osten_024.jpg

Am nächsten  Nachmittag erreichten wir Washinton D.C., die Hauptstadt der USA. Die Innenstadt ist sehr gut aufgebaut. Man hat alle wichtigen Dinge in einem Viereck angeordnet. Das Capitol, das Weiße Haus, das Lincoln Memorial und das Washington Monument (der charakteristische Obulisk) bilden die zentralen Punkte. Es wirkt alles präsidentisch, schön groß, angelehnt an griechische und römische Architektur. Es spielen am Abend Jazzmusiker ihre Konzerte, Turniere in Baseball und Fussball werden auf den riesigen Rasenflächen veranstaltet. Das Parken in Wasington ist in den Nebenzeiten wie abends und um die Mittagszeit oftmals kostenlos, wenn man die richtige Straße erwischt. Also alles sehr bürgerfreundlich. Man hat wirklich das Gefühl dem Präsidenten etwas näher zu sein. Wir schlenderten am Abend einfach durch die verschiedenen Parks und schauten dem ruhigen Treiben zu. Der Sonnenuntergang hüllte die einzelnen Wahrzeichen in ein passendes Licht. Zu guter Letzt schauten wir von der Rückseite des Weißen Hauses in die Fenster hinein und evtl. haben wir einen der Obamas vorbeihuschen gesehen. 😉

Urlaub_USA_Osten_025.jpg Urlaub_USA_Osten_026.jpg

Am nächsten Tag besuchten wir einige der vielen kostenlosen! Museen in der Stadt. Das Natural History Museum, das National Archiv mit der US-Verfassung und das National Museum of Arts. Bei den meisten kommt man ohne großen Wartezeiten rein, bei anderen steht man eben etwas (15min) in der Schlange. Ansonsten kann man auch die anderen wichtigen Gebäude wie das Weiße Haus und das Capitol kostenlos besuchen, aber dafür ist eine etwas längere Anmelde-Prozedur im Vorfeld nötig, um einen der wenigen Plätze zu ergattern. Man kann hier wirklich ne Woche verbringen, wenn man alles genauer anschauen möchte.

Urlaub_USA_Osten_027.jpg

Als wir losfahren wollten von unserem Parkplatz (2 Straßen direkt vor dem weißen Haus), der Verkehr ging ständig links an uns vorbei, studierten wir noch einmal die Karte für 5 min. Ich fuhr nichtsahnend aus der Parklücke raus, schaute in den Rückspiegel, eine Menge Autos stand am nächsten Block und bog nach links ab. Nach 10 Metern kommt ein Polizist brüllend auf uns zu, versucht die Autotür aufzureißen, die rechte Hand am Funkgerät, die linke an seiner Knarre und schreit uns an, warum wir in diese Richtung fahren wollen. Alle anderen Polizisten drum herum, werden auch aufmerksam und drehen sich um. Da erkennen wir die Situation: In die andere Richtung wurde innerhalb von 5min alles abgesperrt und er bat uns „freundlich“ schreiend umzudrehen. Das haben wir dann auch etwas geschockt lieber getan. 😉 Ein bisschen wie im Film!

Wahrscheinlich kam Obama mit dem Auto durch die Stadt oder was weiß ich. Aber wenn es hier um die Politiker geht, nehmen die Ordnungsleute ihre Sache sehr ernst! Alles in allem hat uns der Aufenthalt gut gefallen, wie immer wäre länger schöner gewesen, aber nun sind wir als letzte Station in einem Vorort von New York angekommen. Heute Abend gibt’s eine Überraschung, wir freuen uns schon drauf!

:: USA Ostküste Tag 10+11

Urlaub_USA_Osten_020.jpg

Myrtle Beach, die Hochburg der Urlaubsparty für Amerikaner an der Ostküste. Vorbei der Südstaatenflair. Wuchtiges Hotel an Hotel. Action- und Themenparks noch und nöcher. Kinderkirmes und Klamottenoutlets. Alles, wo Jugendliche und Familien ihr Geld lassen können. Wir sind einmal durch die Partymeile abends durchgefahren. Irgendwie nicht unsere Welt. Wo das Auge hinschaut harte Typen in Rudeln auftretend und aufgemotzte Mädels. Beide zwischen 15 und 25. Hier und da mal eine Familie, die ihre Kinder von Spielbude zu Spielbude begleitet. Und wir waren IN DER Woche da. Zur Hochsaison drängeln sich am Wochenende dicht an dicht bis zu 300.000 Urlauber durch. Wir haben uns einen schönen Abend am Pier gemacht und am nächsten Tag eher am Rande der Touristenstrände die Sonne eingefangen. Sonnenbrand lässt grüßen!

Gegen Nachmittag haben wir die Klamotten gepackt und fuhren weiter Richtung Norden. Angepeilt waren die Outer Banks, eine wunderschöne Inselgruppe vor der Küste North Carolinas, die sich teilweise 50km weit auf dem Meer befindet. Auf der Karte sah die Entfernung nicht ganz so groß aus. Tatsächlich haben wir 7 Stunden gebraucht. Davon mussten wir 3 im Regensturm fahren. Scheibenwischer auf volle Pulle und rein in die schwarze Wolkenbank aus der ein Blitz nach dem anderen über den kompletten Horizont zuckte und dabei das Wasser ständig in den Reifenkasten schoss, weil teilweise die Straßen überfluteten. Ich möcht nicht wissen, was in Amerika Hurrikan bedeutet. Für einen aus Deutschland ist das Erlebte schon 3 Mal mehr über deutschen Extremwetterverhältnissen. Etwas geschafft kamen wir abends in Kitty Hawk im Motel an. Doch die Mühe hatte sich gelohnt, wie sich am nächsten Tag heraustellte. Superschöne weiße Sandstrände direkt vor der Haustür und strahlend blauer Himmel.

Urlaub_USA_Osten_021.jpg

Den Tag haben wir hervorragend am Strand und am Pool genossen, ausgespannt und die chillige Surferbeachatmosphäre ohne jeden Stress gespürt. Einfach nur eine tolle Gegend, wo man sicher deutlich länger bleiben könnte, wenn man auch noch weiter die Inseln abfahren will. Beim nächsten Mal…hier ein paar Eindrücke.

Urlaub_USA_Osten_022.jpg

Gegen Abend wartete noch ein Sonnenuntergang in den Dünen auf uns, den wir mit vielen anderen, die dieselbe Idee hatten, teilten. Eine Menge Drachenflieger und Kiter probierten bei abendlichem Atlantikwind ihre Sportgeräte aus. Ich auch meines: den Fotoapparat.

Urlaub_USA_Osten_023.jpg

Nun bleiben wir noch eine Nacht hier, um dann morgen Mittag gen Washington D.C. aufzubrechen und Obama im Weißen Haus einen Besuch abzustatten. Mal schauen, ob da nicht noch ein Irrer wild um sich schießt (siehe Nachrichten von heute, wo mal wieder einer Amok im Museum gelaufen ist)…kriegt man so mit, wenn man mittags bei Pizza-Hut sitzt. Wir berichten dann weiter live vor Ort. 😉

:: USA Ostküste Tag 8+9

Urlaub_USA_Osten_015.jpg

Morgens wachten wir nun in Savannah auf. Es war Sonntag und irgendwie wollten wir gerne einen amerikanischen Gottesdienst besuchen. Just nach Megachurches im Internet gesucht und schon hatten wir eine „kleine“ Handvoll gefunden. Die Wahl fiel auf die Savannah Christian Church mit ca. 6000 Mitgliedern. 8 Meilen von unserem Motel entfernt feierten wir zusammen mit anderen Christen einen Gottesdienst mit Abendmahl. Es ging um Paradoxone des Glaubens mit Jesus Christus. Der Letzte ist der Erste. Schwach ist stark. Tod ist Leben. Normalerweise kommt das menschliche Gehirn damit nicht klar. Gott hat aber andere Dimensionen, eine liebevolle Beziehung zu den Menschen zu führen. Sehr inspirierende Gedanken von Pastor Cam Huxford!

Anschließend fuhren wir in die Innenstadt von Savannah und tauchten damit für die nächsten 1 1/2 Tage in eine andere Welt aus der Vergangenheit ein. In dieser Gegend herrscht überall Südstaatenflair, wo das Auge nur hinschaut.

Urlaub_USA_Osten_016.jpg

Am Nachmittag machten wir einen Reiseabstecher in das kleine verschlafene Örtchen Beaufort, dem Verweilort des bekannten Autors Nicholas Sparks. Wirklich sehr idyllisch. Wer die Bücher von ihm kennt, wird in dieser Gegend einige Namen und Schauplätze wiederentdecken.

Urlaub_USA_Osten_017.jpg

Gegen Abend waren wir dann in Charleston (South Carolina) angekommen. Die Stadt war lange Zeit Metropole der Südstaaten und Drehscheibe des Sklavenhandels. Tagsüber regnete es immer mal wieder trotz Hitze. Doch der Abend ging schöner zu Ende als erwartet. Bei warmen Temperaturen, klarem Himmel und rauschendem Wasser konnten wir auf einer Bank am Pier von Charleston sitzend, den langsam aufgehenden Mond beobachten. Im Hintergrund spielte die Musik einer christlichen Jugendgruppe, die sich zum Worship mitten am Pier getroffen hatte. In dem Moment kann man Gott einfach nur Danke für alles sagen!

Heute morgen wollten wir es mit der Vergangenheit des Landes genauer wissen und besuchten die Drayton Hall, das einzige öffentlich zugängliche noch original bestehende Anwesen einer im 18./19. Jh. geführten Sklavenplantage.

Urlaub_USA_Osten_018.jpg

Man konnte sich beim Durchgehen des Herrenhauses und einem Spaziergang auf dem Gelände sehr gut vorstellen, wie damals die schwarzen Sklaven ihre Dienste verrichten mussten und wie während des Bürgerkrieges die Südstaatentruppen rund um das Haus campierten. Echt wie im Film!

Urlaub_USA_Osten_019.jpg

Der krasse Gegensatz begann dann heute Abend, als wir am Zielort eintrafen: Myrtle Beach, das Ballermann-Mallorca der Ostküste…dranbleiben! Die Reise geht weiter…