:: Jahresrückblick und TOP20 Hochzeitsportraits 2008

Konzert_CastingCrowns_20081109_016.jpg Anfang 2008 hatte ich für mich ein paar persönliche Herausforderungen definiert, die beim rückblickenden Betrachten auch größtenteils so eingetreten sind. Was bleibt als Fazit für dieses fotografisch aufregende Jahr zu sagen?

  1. Die Anschaffung einer zweiten professionellen Kamera hat sich gelohnt.
  2. Die entfesselte Blitzfotografie ist nun fester Bestandteil meiner Fotoshootings geworden.
  3. Im Bereich der Bildbearbeitung gings einen großen Schritt nach vorne.
  4. Bei der Leitung und Organisation von kompetenten Fototeams für größere Veranstaltungen hatte ich durch Mosaiksound die Möglichkeit, positive Erfahrungen zu sammeln. Sehr cool sowas!
  5. Mehrere Fotografieinteressierte konnten durch die dieses Jahr gestarteten Fotogrundlagenkurse profitieren. Es geht weiter!
  6. Das Team, um die Öffentlichkeitsarbeit meiner Christengemeinde und die des Jugendzentrums Lighthouse zu bewältigen, wuchs dieses Jahr nach und nach. Jeder in der Mannschaft kennt nun seine Verantwortungsbereiche und es macht z. Zt. sehr viel Spaß, gemeinsam nach vorne zu denken!
  7. Weitere fotografische Höhepunkte und Neuland bei der Umsetzung waren u.a. der Roadtrip in Kalifornien (USA), das Tuning-Auto-Shooting von SAR Turbotechnik und die Mitarbeiterportraits bei Benteler.

Sonderaufgaben fordern mich immer ganz besonders heraus! Ich liebe es am Limit zu arbeiten, um eine nächste Hürde nach vorne nehmen zu können. Vor allem gilt dieses Jahr eine große Umarmung meiner Frau Valentina für die moralische und persönliche Unterstützung und ein fettes Dankeschön an meinen himmlischen Vater für die Bewahrung, neue Ideen und Gelingen in schwierigen Situationen sowie Begeisterung an der Fotografie! Ein Leben ohne Gott nach seinem Plan ist für mich einfach unvorstellbar!

Mit einem kleinen Rückblick zu meinen persönlichen 20 Hochzeitsbilderfavoriten in diesem Jahr ziehe ich mich etwas für die Weihnachtstage zurück und wünsche allen Bloglesern und Freunden ein entspanntes Weihnachtsfest!

:: Christmasrocknight 2008 Fotos

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Die Christmas Rocknight (CRN) in Ennepetal mit der diesjährigen 29. Ausgabe ist das meinungsbestimmende Konzertfestival in der deutschen christlichen Musikszene schlechthin. Jeweils 1.500-2.000 Besucher an einem von beiden Konzerttagen sind schon eine Hausnr. Jedoch geht es gerade bei diesem Event nicht um die Masse, sondern um die vertraute Atmosphäre mit den Künstlern, was sich unter anderem auch an dem nicht vorhandenen Fotograben und der persönlichen Präsenz der Bands an den Ständen widerspiegelt. Jedes Jahr betonen gerade die amerikanischen Bands die außergewöhnliche Power und Begeisterung, die das deutsche Publikum deren Musik entgegenbringt.

Mit Georg bin ich am Freitag nach Wuppertal aufgebrochen, wo wir zunächst in das Art Fabrik Hotel eingecheckt haben. Für ein gutes Preisleistungsverhältnis bekommt man dort sogar in der untersten Kategorie kunstvolles Ambiente, kostenlos WLAN und Minibargetränke inklusive auf dem Zimmer geboten. Geheimtip ca. 10 km von Ennepetal entfernt, auch für Fotoshootings absolut geeignet.

An der Konzertlocation angekommen, war die erste Band auf der Mainstage gerade fertig. Aber nicht so tragisch. Für den Freitag hatten wir die Cams bewusst nicht ausgepackt und die Zeit in der Zuschauermenge genossen. Daher gibts von dem Tag auch keine Fotos. Absoluter Burner für mich waren Haste the Day und Disciple. Schöne Grüße an die Jungs aus Espelkamp, die ich das eine oder andere Mal „leicht“ angeschubst haben könnte! 😉 Hat mit euch ne Menge Spaß gemacht. Es ist für mich jedes Mal ein Phänomen, mit welcher Autorität Kevin von Disciple auf der Bühne spricht und die kurz zuvor aufgedrehten 2.000 Zuschauer beim Lesen aus der Bibel keinen einzigen Mucks von sich geben. Johannesevangelium Kapitel 14. Lest selbst, worauf es im Leben ankommt und was uns Christen erwartet. Müde und zufrieden ging der erste Tag mit einer 30-minütigen Zugabe von Disciple zu Ende.

Tag 2 begann recht spät. 😉 Warum nur? Nach einem ausgiebigem Brunch in der Wuppertaler Innenstadt hatten wir dieses Mal die Fotokameras beim Eintritt ins Haus Enneptal im Anschlag. Leider war der Backstage-Ordner dieses Jahr nicht so gnädig, unsere Ausrüstung neben der Bühne zu verwahren. Wir haben Fotos von HB, Breaking the Silence, Future of Forestry, Fireflight und Disciple Unplugged gemacht. Eigentlich wollten wir ein paar stimmungsvolle Konzertbilder schießen ohne den Anspruch, alle Bands im Kasten haben zu müssen. Für TFK und Project 86 gings dann wieder ohne Cam in die Menge…bei Project 86 hat die Puste aber nicht lange gereicht. Den Auftritt von Kutless haben wir genutzt, um etwas früher nach Hause zu kommen. 😉 Als persönliches Fazit kann ich nur sagen: Haste the day und Disciple haben mir am besten von der Stimmung gefallen. Danke für den Muskelkater. Am Samstag traten auffällig viele Bands mit Sängerfrauen hintereinander auf, was man auch eindeutig auf den Fotos sehen wird. Und Georg und ich hatten wirklich einen Riesenspaß mit der Musik und dem Fotografieren.

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Nun ein paar Eindrücke und Tipps für angehende Konzertfotografen. Gerade bei der CRN kann man nicht damit prahlen, der beste Konzertfotograf zu sein, weil man die tollste Ausrüstung oder das kreativste Auge hat. Gerade bei diesem Event kommt es auch sehr stark auf Kreativität in der Wahl des Standortes an.

  • Was bringen einem die Skills, wenn man nicht an die Bühne und damit auch nicht an die Musiker rankommt?
  • Was bringt dir das dollste Tele, wenn du durch Köpfe und Hände aus der Menge von hinten durchfotografieren musst und damit die Hälfte des Bildes schwarz wird, weil du eben auch nur höchstens so groß bist wie alle anderen auch?
  • Was bringt es, wenn überall, wo man die Bühne gut sehen kann (gerade hinten auf der Empore) Menschen dicht gedrängt stehen und du nirgendswo durchkommst?
  • Was kommt effektiv dabei heraus, sich mit 2 Cams durch eine pogende Menschenmenge zu kämpfen und seine gesamte Ausrüstung aufs Spiel zu setzen?

Genau, nichts. Jetzt kannst du frustriert ein paar mittelmäßige Bilder aus der hinteren Menschenmenge, wo weniger los ist, schießen oder dir eben ein paar Sachen als Fotograf einfallen lassen. Es folgt ein kleiner Bericht, wie ich versucht habe, aus den Randbedingungen das Beste herauszuholen.

  1. Versuche dich in kurzen Umbaupausen eines solchen Festivals durch die wartende Menschenmenge bis an die Bühne vorbeizutasten. Frage freundlich, ob du nicht noch einen Platz weiter aufrücken kannst. Und das immer wieder. Das erfordert Energie und Geschicklichkeit, aber wenn du ruhig erklärst, dass du nur ein paar Bilder schießen willst, klappt das in der Regel. Am besten leicht seitlich der Bühne mit dem Hintern auf die Kante setzen und die Beine ins Publikum hängen lassen. So störst du die anderen Zuschauer nur wenig und in der Mitte wird es bei härteren Bands sowieso unerträglich. Während des Konzerts kann man sich gut auf den Monitoren abstützen. Eine 2. Kamera kann man ebenfalls gut ablegen. Wenn du erst während der Show versuchst dich nach vorne zu mogeln, hast du kaum eine Chance.
  2. Postiere dich weiter hinten in der Menge und versuche dich auf Zehenspitzen zu stellen. 10 cm Höhe bringen schon Einiges, wenn man über die Köpfe hinweg die Musiker mit einem Tele fotografieren will. Man muss nur üben, die Kamera ruhig zu halten. Als kleinere Person vergiss diesen Hinweis.
  3. Halte dich leicht seitlich der Bühne in Nähe der Boxen auf. Hier hat man oft ohne große Probleme Möglichkeiten, die Frontsänger seitlich zu erwischen mit schönen farbigen Hintergründen. Man wird hier aber nie „freie Sicht“ im unteren Bildausschnitt haben.
  4. Suche dir einen Schlupfwinkel seitlich der Bühne in den Backstagebereich oder freunde dich mit den Backstage-Ordnern an. Die professionelle Ausrüstung ist oft dein „Ticket“. Verhalte dich unauffällig und störe keinen. Wenn du dich zwischen Technikern und anderen Musikern aufhältst, trete entschlossen auf. Wenn du in dieser Art und Weise ein paar Bilder gemacht hast, wirkt es für die meisten Beteiligten schon so als wenn du ein offizieller Fotograf wärst. Der Blickwinkel von der Rückseite der Bühne liefert einfach neue Perspektiven, die kein Zuschauer einfangen wird und man kann auch das Publikum in die Motive gut einbinden.
  5. Hole dir aus der Cafeteria einen Stuhl oder eine Cola-Kiste und stelle dich etwas weiter hinten oder seitlich hin, wo noch genügend Platz ist, damit dich keiner mit dem Stuhl umrennt. Habe ich dieses Mal 2x gemacht und das klappt super. Man kommt über alle Köpfe drüber hinweg und hat freie Sicht auf die Musiker. Wenn man dann noch ein T-Shirt mit seiner Webseite anhat, ist das schon fast wie eine Werbe-Litfaßsäule. 😉
  6. Suche dir weiter hinten einen erhöhten Standpunkt für Totalaufnahmen der Bühne. z.B. war die komplette Empore voll mit Leuten und unmöglich selbst noch hochzukommen. Neben der Empore befand sich ein kleiner Gang, so dass ich erst 1,50m an der Außenseite des Geländers hochgeklettert bin. Ein Bein blieb auf der Empore stehen. Mit dem anderen habe ich mich horizontal gegen die Wand abgestützt. Man muss hier und da etwas wagen, um bessere Positionen zu erwischen. Und mit der Zeit lernt man auch auf Zehenspitzen oder in solchen Haltungen eine ruhige Hand zu behalten.

Und nun viel Spaß mit den Ergebnissen der Christmasrocknight 2008 in der ->Fotogalerie

:: Photokina und Geburtstag

Photokina_20080925_000.jpg Die letzten 2 Tage sind gut in Erinnerung geblieben. Über mein Geburtstag hinweg (am Donnerstag) waren Valentina und ich auf der Photokina 2008 in Köln. Am Freitag dann mehr Klüngeln und Bummeln durch die Kölner Innenstadt.

Donnerstag früh los nach Köln. Nach einer anstrengenden Fahrt durch gefühlte tausend Baustellen erstmal ins Hotel eingecheckt und dann mit der S-Bahn zur Messe. Ich war zum ersten Mal dort und sehr gespannt. War schon interessant bei den Live-Shootings der Profis zuzugucken. Einmal durfte ich auch den Hensel-Auslöser des fotocommunity-Fotografen auf meine Cam bauen und bei einem Portraitshooting ein paar mal auslösen. Wenn die Models von einer Assistentin gestylt und gescheucht werden und eine Profi-Studioausrüstung vorhanden ist, ist es für den Fotograf nicht mehr allzu schwierig. Das ist da einfach eine andere Liga bei den Profis. Die Eindrücke waren natürlich sehr genial und ich konnte mir hier und da etwas für den Alltag abschauen.

Ansonsten hatte man die Gelegenheit die neuesten Wunder der Fototechnik in die Hand zu nehmen, u.a. die 5D Mark II oder das eine oder andere Fotoobjektiv. Falls mal wieder was kaputt gehen sollte von der eigenen Fotoausrüstung, muss man doch wissen, was für schöne Sachen demnächst in den Geschäften rumliegen. 😉 Am Ende waren wir ganz schön geschlaucht und sind zum Ausruhen abends in die Innenstadt getingelt.

An diesem Abend und am nächsten Tag haben wir die Band „Stilbruch“ aus Dresden auf der Straße mehrmals getroffen, die gerade auf einer Europa-Städtetournee unterwegs ist. Erstmal sind wir nur stehengeblieben, weil die Musik mit den Cellos so gefetzt hat (hat mich etwas an Apocalyptica erinnert). Nach dem zweiten Hinhören ist Valentina aufgefallen, dass die Texte u.a. von Jesus Christus handeln. Hab mich kurz mit denen unterhalten und vielleicht ergibt sich mal was zwecks Konzert in unserer Gegend.

Am nächsten Tag haben wir es dann ruhig angehen lassen, das schöne Wetter in Köln genossen und den deutschen Einzelhandel angekurbelt. Nebenbei in der Nähe des Rheins auf der Suche nach ein paar Fotomotiven habe ich ein Band-Fotoshooting von Weitem beobachtet. Ein Mädel hat die Jungs von „Element 5“ (Alternative Rock) an einer Treppe zur Rheinbrücke relativ unspektakulär abgelichtet.

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Hab kurz gefragt, ob ich auch mit meiner Cam abdrücken darf und mit dem 50mm und natürlichem Licht ein paar Bilder gemacht. Gefällt sowas wenn die Models entsprechenden Style haben. Anschließend haben wir noch bisschen gequatscht und Visitenkarten ausgetauscht. Musik von denen gibts noch nicht zu hören, aber vielleicht kommt ja demnächst was auf der Seite.

Kurz danach hat sich dann noch ein Typ – wahrscheinlich illegal – an einer Mauer an der Rheinbrücke wie ein Bergsteiger abgeseilt. Weil ich gerade im passenden Augenblick an der Stelle stand, wo er runterging, hab ich einfach abgedrückt. So eine Chance lässt man sich ja nicht entgehen. Zum Schluss dieses abwechslungsreichen Tages mussten noch ein paar Skateboarder an der Domplatte als Motiv herhalten.

War ein wirklich schöner Geburtstag, den Valentina da für mich arrangiert hat!

Ein paar Fotos zu dem Bericht gibt’s wieder in der ->Fotogalerie