:: A letter to the Global Church from The Protestant Church of Smyrna

Update 07.05.:
Weitere intressante Erkenntnisse rund um den Tathergang
Speziell der Artikel Ausgabe 33a am 27. April 2007

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Update 04.05.:
Nachdem einige vertrauliche Quellen berichten, dass die Folterdetails etwas übertrieben sind, habe ich sie rausgenommen. Dass die Bluttat stattgefunden hat und an sich sehr schlimm ist, mag keiner bezweifeln. Jedoch sind die Angaben zu den Verletzungen sehr widersprüchlich, so dass eine übertriebene Darstellung die Gemüter nur unnötig anheizen würde. Da müssen wir Christen einfach ehrlich sein und Fehler korrigieren und klarstellen.

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Dieser Blogbeitrag dient als Information an alle Leser da draußen und gleichzeitig als Anerkennung für die Betroffenen wegen der grausamen Tat (Quelle:Spiegel) in der Türkei, die aber eine riesige Auswirkung für Gottes Reich haben wird. Nichts auf dieser Welt geschieht umsonst, vor allem nicht, wenn Jesus Christus im Spiel ist. Wer schwache Nerven hat, sollte beim „Weiterlesen“-Link aufhören.

Übersetzung des Briefes der protestantischen Gemeinde von Smyrna an die Gemeinden der ganzen Welt.

Liebe Freunde,
die vergangene Woche war mit Trauer erfüllt. Viele von Euch haben von dem verheerenden Verlust gehört durch den Vorfall in Malatya, einer türkischen Provinzstadt 300 Meilen nordöstlich von Antiochia. Die Gläubigen dieser Stadt wurden als erste als Christen bezeichnet (Apg. 11, 26)

Am Mittwochmorgen, dem 18. April 2007 bereitete sich der 46 Jahre alte deutsche Missionar und Vater dreier Kinder Tilman Geske darauf vor, ins Büro zu gehen. Er gab seiner Frau einen Abschiedskuß und nahm sich noch kurz Zeit, seinen Sohn zu umarmen, für den es eine unbezahlbare Erinnerung wurde. „Auf Wiedersehen mein Sohn, ich liebe Dich.“

Tilman hatte vom Verlag „Zirve Publishing“ Büroräume gemietet und war dabei, Anmerkungen für die neue Türkische Studienbibel zu verfassen. Dort war auch das Büro der „Malatya Evangelist Church“. Bei Zirve wird christliche Literatur gedruckt, die von der Gemeinde in Malatya und in benachbarten Städten der Osttürkei verteilt wird.

 

In einem anderen Teil der Stadt verabschiedete sich der 35-jährige Pastor Necati Aydin, Vater zweier Kinder, von seiner Frau und machte sich ebenfalls auf den Weg ins Büro zum morgendlichen Bibelstudium und Gebetstreffen, an dem auch einige Gläubige aus der Stadt teilnehmen würden. Auch Ugur Yuksel machte sich zum Bibelstudium auf den Weg.

Keiner der drei Männer wußte, was sie erwarten würde.

Diese Bibelstunde war die äußerste Prüfung und Bewährung ihres Glaubens, die mit ihrem Eintritt in die Herrlichkeit enden würde, um die Krone der Gerechtigkeit durch Christus und die Ehre aller Heiligen in der Gegenwart Gottes zu empfangen.Am anderen Ende der Stadt trafen 10 junge Männer, die alle unter 20 waren, die letzten Vorbereitungen für den höchsten Glaubensakt, ihre Liebe zu Allah und den Haß auf die Ungläubigen unter Beweis zu stellen, die ihrer Ansicht nach den Islam untergruben.

Fünf dieser jungen Männer hatten am Ostersonntag an einem evangelistischen Einladungs-Gottesdienst teilgenommen, den Pastor Necati und seine Mitarbeiter im Konferenzraum eines Hotels in der Stadt veranstalteten. Die jungen Männer waren den Gläubigen als „Suchende“ bekannt. Keiner weiß, was in ihren Herzen geschah, als sie dem Evangelium lauschten. Wurden sie vom Heiligen Geist berührt? Wurden sie ihrer Sünden überführt? Nahmen sie die Botschaft in ihr Herz auf? Heute wissen wir nur, wie alles begann.

Diese jungen Männer, einer ist der Sohn des Bürgermeisters der Provinz Malatya, gehören zum „Tarikat“, einer Gruppe „treuer Gläubiger“ des Islam. Eine „Tarikat“-Mitgliedschaft“ verschafft hier hohes Ansehen, sie ist wie die in einer Bruderschaft. Man sagt, daß niemand ohne „Tarikat“-Mitgliedschaft“ in den öffentlichen Dienst kommen kann. Die jungen Männer lebten alle in demselben Studentenheim und bereiteten sich auf ihre Aufnahmeprüfungen an der Universität vor.
Sie nahmen Waffen, Brotmesser, Seile und Handtücher, bereit für ihren letzten Dienst an Allah. Sie wußten, es würde viel Blut fließen. Sie kamen rechtzeitig zur Bibelstunde, so um 10 Uhr herum.

Nachdem sie angekommen waren, begann offenbar die Bibelstunde. Es heißt, daß der Angriff begann, nachdem Necati ein Kapitel aus der Bibel vorgelesen hatte. Sie fesselten Ugur, Necati und Tilman und banden sie mit Händen und Füßen an ihre Stühle. Sie folterten die Brüder fast drei Stunden, wobei sie alles mit ihren Mobiltelefonen filmten.

In den neben der Druckerei gelegenen Arbeitsstätten hatten Nachbarn, wie sie später berichteten, Schreien gehört, aber angenommen, daß es sich um häusliche Streitigkeiten handelte und deshalb nicht reagiert.

Währenddessen hatte ein anderer Christ namens Gokhan und seine Frau einen gemütlichen Vormittag. Sie schliefen bis um 10, hatten ein langes Frühstück und kamen schließlich gegen 12.30 Uhr im Büro an. Die Tür war von innen verschlossen und sein Schlüssel funktionierte nicht. Er rief mit dem Handy an und, obwohl er Verbindung bekam, hörte er das Telefon im Büro nicht klingeln. Er rief das Handy seines Bruders an und schließlich antwortete Ugur: „Wir sind nicht im Büro. Geh zum Hotel-Treff. Dort sind wir. Wir werden dorthin kommen,“ sagte er rätselhaft. Während Ugur sprach, hörte Gokhan im Hintergrund ein Weinen und einen seltsamen knurrenden Laut.

Er rief die Polizei an und binnen fünf Minuten war der erste Beamte da. Er hämmerte an die Tür: „Aufmachen, Polizei!“ Anfangs dachte er, es handele sich um eine häusliche Ruhestörung. Dann hörten sie ein weiteres Knurren und ein gurgelndes Stöhnen. Jetzt erkannte der Polizist das Geräusch als Ausdruck äußerster menschlicher Qual, entsicherte seine Waffe und versuchte wieder und wieder, die Tür aufzubrechen. Einer der erschreckten Angreifer entriegelte dem Polizeibeamten die Tür, der beim Eintreten eine gräßliche Szene vorfand.

Tilman und Necati waren geschlachtet worden und praktisch enthauptet, indem man ihnen die Hälse aufgeschlitzt hatte. Ugurs Kehle war ebenfalls aufgeschlitzt und er lebte kaum noch.

Die drei Angreifer ließen vor dem Polizisten ihre Waffen fallen.

Währenddessen hörte Gokhan ein Schreien von der Straße. Jemand war aus dem dritten Stock gefallen. Als er auf die Straße lief, fand er einen Mann, den er später als Emre Gunaydin erkannte. Er hatte ein massives Kopf-Trauma und knurrte seltsamerweise. Er hatte versucht, das Regenrohr herunterzuklettern, um zu entkommen, hatte aber die Balance verloren und war heruntergestürzt. Es scheint, daß er der Anführer der Angreifer war. Ein anderer Angreifer wurde in seinem Versteck auf einem tieferen Balkon gefunden.

Um die ganzen Verknüpfungen verstehen zu können, müssen wir 6 Jahre zurückgehen. Im April 2001 dachte der Nationale Sicherheitsrat der Türkei (Milli Guvenlik Kurulu) darüber nach, die evangelikalen Christen als nationale Sicherheitsbedrohung zu sehen, im gleichen Maß wie Al Quaida und PKK-Terrorismus. Erklärungen in der Presse von politischen Leitern, Kolumnisten und Kommentatoren haben einen Haß gegen Missionare angeschürt, die, wie sie behaupten, junge Leute bestechen, ihre Religion zu wechseln.

Nach diesem Beschluß von 2001 begannen Angriffe und Drohungen gegen Kirchen, Pastoren und Christen. Es gab Sprengstoffanschläge, körperliche Angriffe, wörtliche und schriftliche Beschimpfungen. Das sind nur einige der Möglichkeiten, mit denen Christen angegriffen werden. Am bedeutendsten ist der Gebrauch von Propaganda in den Medien.

Nachdem sie ein langes Treffen wegen der christlichen „Bedrohung“ abgehalten hatten, begannen ab Dez. 2005 die Frau des Premiers Ecevit, der Geschichtswissenschaftler Ilber Ortayli, Professor Hasan Unsal, der Politiker Ahmet Tan und der Schriftsteller und Propagandist Aytunc Altindal einen Feldzug, jeder in seinem Aufgabenbereich, um die Aufmerksamkeit des Öffentlichkeit der drohenden Gefahr von Christen zuzuwenden, die versuchen würden, „die Seele ihrer Kinder zu erkaufen.“ Versteckte Kameras in Kirchen haben die Gottesdienste aufgenommen und die Aufnahmen übersteigert gebraucht, um Angst und Wiederstand gegen das Christentum zu fördern.

Bei einer offiziellen Reaktion von Ankara im Fernsehen grinste der Innenminister der Türkei, als er über den Angriff auf unsere Brüder sprach. Mitten in öffentlicher Entrüstung und Protesten gegen dieses Ereignis und für die Freiheit von Religion und des Gedankenguts hallen die Medien und offiziellen Kommentare mit derselben Botschaft: „Wir hoffen, daß ihr eure Lektion gelernt habt. Wir wollen hier keine Christen.“

Es scheint, als ob dieses ein organisierter Angriff von einem unbekannten erwachsenen TARIKAT- Leiter war. Wie bei dem Hrant Dink Mord im Januar 07 und bei dem Mord an dem katholischen Priester Andrea Santoro im Februar 2006, wurden Jugendliche gebraucht, um diese religiösen Morde durchzuführen, weil die öffentliche Sympathie für die Jugendlichen groß ist und sie bekommen geringere Strafen als ein Erwachsener, der dasselbe Verbrechen verübt. Sogar die Eltern der Kinder bejahen die Taten. Die Mutter des 16-jährigen Jungen, der den katholischen Priester Andrea Santoro ermordete, schaute in die Kamera, als ihr Sohn ins Gefängnis gebracht wurde und sagte: „Er wird seine Zeit für Allah absitzen.“

Die jungen Männer, die an den Morden beteiligt waren, sind in Sicherheitsverwahrung. Die heutigen Nachrichten sagten, daß sie als Terroristen angeklagt werden würden, so würde ihr Alter in diesem Fall keine Rolle in der strengen Bestrafung spielen. Der Angreifer Emre Gunaydin ist immer noch auf der Intensivstation. Die Nachforschungen drehen sich hauptsächlich um ihn und seine „Kontakte“ und man sagte, sie würden zusammenbrechen, wenn er nicht gesund würde.

Die Kirche der Türkei reagierte zur Ehre Gottes, denn Hunderte von Gläubigen und Dutzende von Pastoren kamen so schnell wie möglich mit dem Flugzeug, um der kleinen Gemeinde in Malatya beizustehen und die Gläubigen zu ermutigen, um die rechtlichen Angelegenheiten zu regeln und die Christen in den Medien zu repräsentieren.

Als Susanne Tilman ihren Wunsch äußerte, daß ihr Ehemann in Malatya beigesetzt werden sollte, versuchte der Gouverneur, dieses zu verhindern, und als er erkannte, daß das nicht möglich war, wurde ein Gerücht verbreitet, daß „es eine Sünde sei, ein Grab für einen Christen zu graben.“ Schlussendlich, in einem Unternehmen, daß in der Geschichte der Christen für immer erinnert werden sollte, griffen Männer von der Kirche in Adana (nahe Tarsus) Schaufeln und hoben ein Grab für ihren hingerichteten Bruder auf einen alten Armenischen Friedhof aus, der für 100 Jahre nicht betreut worden war.

Ugur wurde von seiner Familie nach der alevi-muslemischen Zeremonie in seiner Heimatstadt Elazig beerdigt. Seine gläubige Verlobte beobachtete alles aus dem Hintergrund. Seine Familie und Freunde lehnten in seinem Tod alles ab, den Glauben, den Ugur so lange bekannt hatte und für den er gestorben war.

Necatis Beerdigung wurde in seiner Heimatstadt Izmir durchgeführt, die Stadt, in der er zum Glauben kam. Die Finsternis versteht das Licht nicht. Obwohl die Gemeinden ihre Vergebung für den Vorfall ausdrückten, wurde den Christen (weiterhin) nicht getraut. Bevor der Sarg in das Flugzeug von Malatya geladen wurde, wurde er zweimal mit verschiedenen Röngtenuntersuchungen geprüft, um sicherzustellen, daß er keine Sprengstoffe enthielt. Das ist nicht das übliche Vorgehen für muslemische Särge.

Necatis Beerdigung war ein wunderbares Ereignis. Wie bei einem Einblick in den Himmel kamen tausende von türkischen Christen und Missionare, um ihre Liebe zu Christus zu bezeugen, und um den Mann zu ehren, der erwählt worden war, für Christus zu sterben. Necatis Frau Shemsha erklärte der Welt: „Sein Tod war sehr bedeutungsvoll, denn er starb für Christus und lebte für Christus….. Necati war eine Gabe Gottes. Ich fühle mich geehrt, daß er in meinem Leben war, ich fühle mich gekrönt mit Ehre. Ich möchte dieser Ehre würdig sein.“

Die Gläubigen standen mutig für (ihren Glauben) auf Necatis Beerdigung ein, weil sie es riskierten, öffentlich gesehen zu werden und in ähnlicher Weise Ziele von Angriffen zu werden. Wie man erwartet hatte, kam die Antiterrorpolizei und nahm ein Video von jedem, der bei der Beerdigung dabei war, für zukünftigen Gebrauch. Der Gottesdienst fand unter freiem Himmel bei der Buca Baptistenkirche statt und er wurde auf einen kleinen Friedhof für Christen, in den Randgebieten von Izmir, beigesetzt.

Zwei stellvertretende Gouverneure von Izmir beobachteten das Ereignis ernsthaft aus der ersten Reihe. Dutzende von Nachrichtensendern waren anwesend und dokumentierten das Ereignis mit aktuellen Nachrichten und Fotos. Wer kann den Eindruck ermessen, den diese Beerdigung auf die Anwesenden hatte? Das mag auch der Anfang ihrer Geschichte sein. Betet für sie.

In einer Tat, die in die Titelseiten der größten Zeitungen der Türkei kam, drückte Susanne Tilman ihre Vergebung in einem Fernsehinterview aus. Sie wollte keine Vergeltung, erklärte sie den Reportern. „Oh Gott, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun,“ sagte sie und stimmte damit von ganzem Herzen in die Worte Christi auf Golgatha ein (Luk. 23,34).

In einem Land, wo Blut-für-Blut-Vergeltung so normal wie das Atmen ist, wurden sehr viele Reporter auf die Kirche aufmerksam, und wie sehr dieser Kommentar von Susanne Tilman Leben verändert hat. Ein Kolumnist schrieb über ihre Aussage: „Sie sagte in einem Satz, was 1000 Missionare in 1000 Jahren nicht hätten tun können.“

Die Missionare von Malatya werden wahrscheinlich wegziehen, weil ihre Familien und Kinder öffentlich als Ziele in dieser feindseligen Stadt erkannt wurden. Die zurückbleibenden 10 Gläubigen haben sich versteckt. Was wird mit dieser Gemeinde geschehen, mit diesem Licht in der Dunkelheit? Sehr wahrscheinlich wird das Licht in den Untergrund gehen. Betet für Weisheit, daß türkische Brüder aus anderen Städten sich aufmachen werden, um die führerlose Gemeinde zu leiten. Sollten wir nicht alle um die große Stadt Malatya besorgt sein, eine Stadt, die nicht weiß, was sie getan hat? (Jona 4.11).

Als unser Pastor Fikret Bocek mit einem Bruder am Montag zum Sicherheitsamt ging, um eine Erklärung abzugeben, wurden sie beide in die Anti-Terror-Abteilung geleitet. An der Wand war ein großes Plakat angebracht, das die ganze Wand bedeckte, wo alle Terroristenzellen in Izmir auflistetet waren, und als Sondergruppe waren alle evangelikalen Kirchen in Izmir aufgelistet. Die Finsternis versteht das Licht nicht. „Diese, die die ganzen Erdkreis (Welt) erregt (wörtl.: umgekehrt) haben, sich auch hierher gekommen.“ (Apg. 17,6).

Bitte betet für die Gemeinde in der Türkei. „Betet nicht gegen Verfolgung, betet für Ausharren,“ betont Pastor Fikret Bocek.

Die Gemeinde ist besser dran durch den Verlust unserer Brüder, die Frucht in unserem Leben, der erneuerte Glaube, das brennende Verlangen, das Evangelium zu verbreiten, um mehr Dunkelheit in Malatya auszulöschen… all das kann nicht bedauert werden. Betet, daß wir stark sind im Angesicht von äußerlicher Opposition und betet besonders, daß wir stark sind bei den inneren Kämpfen mit Sünde, die unsere wirklich unfähig machende Schwäche ist.

Das wissen wir: Christus Jesus war da, als unsere Brüder ihr Leben für ihn gaben. ER war da, wie ER bei Stephanus war, als er gesteinigt wurde in der Gegenwart von Saulus von Tarsus.

Eines Tages könnte das Video vom Tod unserer Brüder mehr von ihrer Stärke offenbaren, die Christus, wie wir wissen, ihnen gab, um ihr letztes Kreuz zu tragen; über den Frieden des Geistes Gottes, mit dem sie beschenkt waren, um für ihren geliebten Erlöser zu leiden. Aber wir wissen, ER verließ ihre Seite nicht. Wir wissen, daß ihre Gedanken voll von Schriftworten waren, um auszuhalten, als die Finsternis versuchte, das ununterdrückbare Licht des Evangeliums auszulöschen. Wir wissen, daß sie, mit dem, was immer möglich war, mit einem Blick oder einen Wort, einander ermutigt haben, fest zu bleiben. Wir wissen, daß sie wußten, daß sie bald bei Christus sein würden.

Wir wissen keine Einzelheiten. Wir kennen die Gerechtigkeit nicht, die auf Erden ausgeteilt werden wird oder nicht.

Aber wir beten – und bitten Euch, zu beten – daß eines Tages wenigstens einer der fünf jungen Männer zum Glauben kommen möchte, durch das Zeugnis im Tode von Tilman Geske, der sein Leben als Missionar für seine geliebten Türken gab, und die Zeugnisse im Tode von Necati Aydin und Ugur Yuksel, die ersten Märtyrer für Christus der Türkischen Kirche.

Reported by Darlene N. Bocek (24 April 2007)
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Please please please pass this on to as many praying Christians as you can, in as many countries as you can. Please always keep the heading as “From the Protestant Church of Smyrna” with this contact information: izmirprotestan@gmail.com // http://www.izmirprotestan.org

 

:: Alles ist umsonst

Zur Zeit reden wir im Hauskreis unserer Gemeinde über den Predigerbrief des alten Testaments der Bibel. Und ich muss sagen, dass die Aussagen dort wie ein Megaphon in mein Leben sprechen.

Alles, wonach wir unser Leben auf dieser Welt ausstrecken und was wir auch festhalten wollen, uns dafür anstrengen bis zur Erschöpfung, hat keinen bleibenden Wert. Alles ist nichtig und sinnlos.

Wenn man sich der folgenden Gedanken bewusst wird, taucht man plötzlich aus dem Alltag an der Oberfläche des Wassers auf, in dem man sich abstrampelt und hat die Möglichkeit sein Leben von oben zu betrachten. Gott sei Dank für diesen Brief von Salomo:

1. Wissen und Bildung

Prediger 1,14-18:
14 Ich beobachtete alles, was Menschen auf der Erde tun, und ich fand: Alles ist vergeblich. Es ist, als jagtest du dem Wind nach. 15 Krummes kann nicht gerade werden; was nicht da ist, kannst du nicht zählen. 16 Ich sagte zu mir selbst: »Ich weiß mehr als alle, die vor mir über Jerusalem geherrscht haben. Ich habe eine Fülle von Weisheit und Erkenntnis gesammelt.« 17 Doch als ich darüber nachdachte, was das alles wert ist und was der Weise den uneinsichtigen Schwachköpfen voraushat, erkannte ich: Auch die Bemühung um Weisheit und Erkenntnis ist Jagd nach Wind. 18 Wer viel weiß, hat viel Ärger. Je mehr Erfahrung, desto mehr Enttäuschung.

Noch eine Weiterbildungsmaßnahme, noch einen Abschluss, noch ein Buch – Lernen um zu Wissen. Wozu? Ich sage nicht, dass Wissen schlecht ist, sondern vielmehr unsere Prioritätenverschiebung. Unser Wissen steht über Gott. Wir setzen alles daran, um mehr zu wissen als der andere. Bibellesen um zu wissen und nicht Gemeinschaft mit Gott zu haben. Ein Studiumabschluss um mehr Kohle zu scheffeln anstatt die Fähigkeiten bewusst in seinem Umfeld einzusetzen mit einer Motivation, Jesus Freude zu bereiten.

2. Party, Frauen und Reichtum

Prediger 2,3-11:
3 Ich wollte am vollen Leben teilhaben wie die Menschen, die sich nicht um Weisheit und Einsicht kümmern; aber der Verstand sollte die Führung behalten. Ich trank Wein, um mich in Stimmung zu bringen, denn ich wollte erkunden, ob der Mensch während seiner kurzen Lebenstage irgendwo Glück finden kann. 4 Ich vollbrachte große Dinge: Ich baute mir Häuser und pflanzte Weinberge. 5 Ich legte Obstgärten an und pflanzte darin alle Arten von Fruchtbäumen. 6 Ich legte Teiche an, um die vielen aufwachsenden Bäume zu bewässern. 7 Ich kaufte mir zahlreiche Sklaven und Sklavinnen zu denen hinzu, die ich von meinem Vater geerbt hatte. Ich besaß mehr Rinder, Schafe und Ziegen als irgendjemand vor mir in Jerusalem. 8 Ich füllte meine Vorratskammern mit Silber und Gold aus den Schätzen der unterworfenen Könige und Länder. Ich hielt mir Sänger und Sängerinnen und nahm mir so viele Frauen, wie ein Mann sich nur wünschen kann. 9 So wurde ich mächtiger und reicher als alle, die vor mir in Jerusalem regiert hatten. Weil ich ein so großes Wissen besaß, 10 konnte ich mir alles verschaffen, was meinen Augen gefiel, und ich versagte mir keine Freude. Mit all meiner Mühe hatte ich es so weit gebracht, dass ich tatsächlich glücklich war. 11 Doch dann dachte ich über alles nach, was ich getan und erreicht hatte, und kam zu dem Ergebnis: Alles ist vergeblich und Jagd nach Wind. Es kommt nichts heraus bei aller Mühe, die sich der Mensch macht unter der Sonne.

Einfach so in den Tag leben. Jedes Event und Konzert mitnehmen. Tun und kaufen, was mir in den Sinn kommt. Wie Salomo meint: „ich konnte mir alles verschaffen, was meinen Augen gefiel“. Mit fotografieren im Urlaub so beschäftigt sein, dass man erst zuhause feststellt, wo man eigentlich gewesen ist. Sammeln, horten, arbeiten von Urlaub zu Urlaub. Freundschaften wechseln wie die Unterhosen. Wer würde sagen, dass Britney Spears und Robbie Williams keine traumhaften Randbedingungen für ihr Leben haben. Sie haben alles von der materiellen Seite und sind doch allein, zerbrochen und leer, weil Gott in ihrem Leben keine Rolle spielt. Alles ist sinnlos, was man im Hinblick auf sein Lebensende erreicht hat. Es ist nichts wert.

Ich glaube, wir müssen wieder lernen, auf Dinge zu verzichten und dankbar sein für das, was wir zur Verfügung haben und dankbar sein dem, der es uns gibt: dem Gott der Bibel. Dankbarkeit ist der größte Schritt zur Zufriedenheit.

3. Leben um zu arbeiten

Prediger 2,18-22
18 Auch der ganze Ertrag meiner Mühe war mir verleidet. Ich muss ja doch alles einem anderen überlassen, der nach mir kommt. 19 Wer weiß, ob der auch den Verstand hat, es sinnvoll zu gebrauchen. Trotzdem wird er über alles verfügen, was ich mir mit solcher Anstrengung durch mein großes Wissen erworben habe. Auch das ist vergebliche Mühe! 20 Da begann ich zu verzweifeln, weil ich mich für nichts und wieder nichts geplagt hatte. 21 Da müht sich jemand ab mit Klugheit und Geschick und erreicht etwas; aber dann muss er es einem vererben, der keinen Finger dafür krumm gemacht hat. Auch das ist vergeblich und ein großes Übel! 22 Was hat der Mensch am Ende von all seiner Anstrengung? 23 Nichts als Sorgen und Plagen hat er sein Leben lang, selbst in der Nacht kommen seine Gedanken nicht zur Ruhe. Auch das ist vergebliche Mühe!

Nicht nur Menschen, die Gott nicht kennen, leben so. Auch wir Christen lassen uns von diesem Denken gefangen nehmen. Arbeiten fürs Auto, arbeiten fürs Haus, arbeiten für das Vergnügen, arbeiten, um zu horten. Und doch ist alles sinnlos im Rückblick auf unser Leben. Das Handy, die Klamotten, der neue Ipod sind 1/2 Jahr später wieder veraltet. Das neue Blogdesign hängt einem nach ein paar Monaten wieder zum Halse heraus. Wieder und immer wieder hetzt man vorwärts und verpasst, bewusst am Leben teilzuhaben und mit Gott zusammenzusein. Arbeiten für die 5 Jahre Rente. 40 Jahre mallochen für die Kinder, die das Geld dann aus Eigennutz verprassen.

Und am Ende bleibt für alle der Tod! Der einzige Unterschied: Menschen, die aufgrund ihres Glaubens ihren Lebensstil Jesus Christus anvertraut haben, werden bei Gott im Himmel sein. Alle anderen werden dort sein, wo Gott nicht ist. Die Bibel nennt es Hölle.

Doch wie lebt man sein Leben bewusst und richtig???

Zwei Abschnitte im Predigerbrief fassen für mich ein sinnerfülltes Leben zusammen:

Prediger 2,24-25
24 Es gibt für den Menschen nichts Besseres als essen und trinken und genießen, was er sich erarbeitet hat. Doch dieses Glück hängt nicht von ihm selbst ab: Es ist ein Geschenk Gottes. 25 Denn wer hat zu essen oder hat Grund zur Freude ohne ihn?

Genießen der Geschenke Gottes erfüllt das Leben und ist in keinster Weise nutzlos. Das heißt nicht, dass wir unser Leben nur faulenzen sollen. Setze deine Fähigkeiten für Gott intensiv ein, aber halte auch zwischendurch an, mache eine Pause und genieße die Arbeit, den Segen und verbringe Zeit mit deiner Familie und deinen Freunden. Schenke Zeit anstatt materielle Dinge zum Geburtstag oder Weihnachten. Denn davon haben wir in unserer Generation am wenigsten.

Prediger 12,13-14
13 Fassen wir alles zusammen, so kommen wir zu dem Ergebnis: Nimm Gott ernst und befolge seine Gebote! Das ist alles, worauf es für den Menschen ankommt. 14 Über alles, was wir tun, wird Gott Gericht halten, über die guten und die schlechten Taten, auch wenn sie jetzt noch verborgen sind.

Nimm Gott ernst. Er ist kein alter Opa mit Rauschebart, der sich genüsslich im Schaukelstuhl zurücklehnt und auf die Erde schaut. Er ist ein eifernder und interessierter Gott, dem es nicht egal ist, wie du dein Leben verbringst. Trotz all seiner Liebe muss er gerecht sein und nach deinem Tod über dich richten. Glücklich wird der sein, der sich in seinem kurzen Leben Jesus Christus als Anwalt genommen hat und gleichzeitig aus Dankbarkeit mit Einsatz für Gott gelebt hat. Ihn wird Gott belohnen.

Danke, Gott!

:: Bericht über unseren Urlaub in Bibione, Italien

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Da sind wir wieder…Schön wars. Das Wetter hat an Wärme nicht gespart und gestaltete sich an der Adriaküste meistens sehr gut. Bei ca. 30°C gab es hier und da ein paar Wölkchen. Und bis auf ein paar Gewitter nachts und an einem Tag ein paar Regentropfen relativ trocken. Dieser Urlaub fernab aller technischen Kommunikationsmöglichkeiten (Handy war die meiste Zeit aus, Internetcafe bewusst gemieden) hat Valentina und mir körperlich, seelisch und geistlich sehr gut getan. Weitweg von allen Erwartunshaltungen von Menschen aus unserer Umgebung und Beruf sind uns viele Dinge in den Petrusbriefen wichtig geworden. Es tat gut mit Gott einfach mal zu dritt zu sein.

Doch erstmal zum Urlaubsort Bibione. Wir hatten ein kleines Selbstversorger-Apartment in einem größeren Gebäude im Zentrum Bibiones 100 m vom Strand, 300 m von der Innenstadt entfernt. Das war sehr praktisch, da man in 2 min unterm Sonnenschirm lag und in 2 min durch die belebte Tourimeile schlendern konnte. Für größere Unternehmungen sind wir dann mit dem Auto los. Trotzdem haben wir zu Fuss fast jeden Winkel Bibiones ausgekundschaftet.

Neben den ausgiebigen Strandtagen haben wir uns verschiedene Orte in der näheren Umgebung in Venetien angeschaut und die schönen Gegenden für „viele“ Fotos genutzt. Kurz ein paar Erfahrungen zu den Trips.

Villa Manin, 40km von Bibione: venetianische Villa, fast ein Schloss. Ganz sehenswert, da auch relativ nah. In den Innenräumen war ein coole Kunstausstellung. Diese Ausstellungen haben für mich immer irgendwas Beruhigendes an sich, wenn man so andächtig durch die Räume schreitet und Kunst anschaut.

Udine, 60 km von Bibione: schöne Innenstadt, wenig Geschäfte. Macht nicht den Fehler und seit um 14.30 Uhr dort. Noch relativ wenig los, da sich so ab 16 Uhr wieder mehr Leute in der Innenstadt wegen der Siesta tummeln. Trotzdem ganz ok. Wir sind mit Navi quer durchs Land gefahren. So spart man sich die Maut auf Italiens Autobahnen und bekommt auch noch einen Einblick in die ländliche Umgebung. Und die 20 min schneller tuns dann auch nicht, wenn man den ganzen Tag Zeit hat.

Venedig, 95 km von Bibione entfernt: Dorthin sind wir auch eine Bundesstraße parallel zur Autobahn gefahren. Geht sehr zügig und man ist in 1:20 min dort. Vor Jahren musste man mit dem Schiff vom Festland rüber. Mittlerweile kann man direkt mit dem Auto über eine Brücke reinfahren und es in eines der 3 Parkhäuser abstellen. Es gibt einen Parkplatz, wo man im 2 h-Stundentakt 4,50 EUR bezahlt. Alle anderen verlangen pauschal mindestens 20 EUR für 24 h. Da wir „nur“ 5 h dort waren, war das die bessere Variante. Venedig ist sehr schön. Das Klischee, dass es dort nach Tümpel stinkt, haben wir nicht bestätigen können. Wenn man zu Fuss durch Venedig läuft braucht man schon etwas Ausdauer, da sich die Wege sehr lang hinziehen können, von einem Ort zum anderen. Es hat sich gelohnt. Da wir zu müde für ein tolles Restaurant am Abend waren, sind wir auch nicht soo lange dort geblieben.

Salzburg, auf dem Rückweg nach Hause: sehr schöne barocke Altstadt, kleine Shoppingmeile. Gut für Valentina :). Wir waren 3 h dort gewesen bei gutem Wetter. Gerade um Salzburg kann es sich aber auch schnell zuziehen und anfangen zu regnen. Muss man einfach abschätzen. Parkhaus ist ein bisschen happig. Fast 10 EUR für 3 h ist schon ein Wort. Danach gings weiter in einem durch (6 1/2 h) bis nach Hause.

Noch ein paar Tipps für Autofahrer:
Wenn ihr einen großen Tank und keinen großen Spritfresser habt, schafft ihr es auf dem Hinweg in Österreich zu tanken. Am besten an einer belebten Autobahnausfahrt runterfahren und dort im/am Ort tanken. Sind hier und da auch schon mal 6 Cent zur Autobahntankstelle und der Zeitverlust ist minimal. Bei Diesel war der Kurs 1.09 zu 1.15 EUR in Paderborn. Wir sind dann mit einer Tankfüllung nach Italien, dort rumgekurvt und haben dann auf dem Rückweg bei Salzburg für 1.06 EUR getankt. Mit der Tankfüllung hab ich mit 1.000 gefahrenen km einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt. Geht halt, wenn man in Italien viel Landstraße fährt und auf der Autobahn nicht allzu oft den Macker raushängen läßt. Es war aber auch wirklich knapp bis Salzburg! 😉 Für alle interessierten Audi A6 Avant-Fahrer. Durchschnittsverbrauch im gesamten Urlaub lag bei 6.7 l. Auf dem Rückweg hab ich dabei auch bisschen mehr aufs Gas getreten.

Weitere Tipps:
Österreich-Vignette: 2 Zehntagesvignetten sind günstiger als eine Monatsvignette. Man kann auch beide auf einmal kaufen.
Tauerntunnelmaut: Wusste ich vorher auch nicht…man kann aber über den ADAC auch vorher bezahlen und muss dann etwas weniger an der Mautstelle warten, da die Überprüfung des Kennzeichens in einem anderen Terminal über Video erfolgt. Auf dem Rückweg haben wir 1 h am Tauerntunnel warten müssen gegen 11 Uhr, d.h. früh genug losfahren oder nachts fahren. Wenig später waren es schon 2-3 h Wartezeit.

Als letztes noch das Gesprochene im Bild: zu den Urlaubsfotos