:: Queen Musical

Valentina und ich haben gestern mein Geburtstagsgeschenk vom letzten Jahr eingelöst: 2 Karten des legendären Queen-Musicals in Köln. Nachdem wir zur Abwechslung morgens vernünftig ausgeschlafen hatten, gings gegen Spätvormittag Richtung Köln. Ich war schon ganz heiß drauf, unser neues Auto auf der Autobahn zu testen. (Siehe nächsten Bericht)

Dort angekommen hatten wir natürlich erstmal Hunger, wobei wir uns bei einem Chinesen in der Nähe des Kölner Doms ein Mittagsmenü gegönnt haben. Nur soviel dazu: War ganz lecker! 😉 Ganze Horden Chinesen waren auch zum Mittagessen dort und schlürften mit Stäbchen genüsslisch ihr Essen hinunter. Dieses Phänomen kennt man aus unserer Gegend gar nicht, dass die chinesischen Landsleute in chinesischen Restaurants anzutreffen sind.

Nach dieser Stärkung sind wir gemütlich durch die Geschäfte geschlendert und haben uns auch ein bisschen in den Dom gesetzt. Nun war der Abend gekommen und der Muscial Dome ist ja fast direkt neben dem Dom anzutreffen. An dieser Stelle möchte ich eine kleine Rezension für das Musical schreiben, da ich ja auch viel vorher von anderen Leuten gehört habe. Vielleicht hilft es euch, eine Entscheidung zu treffen, ob ihr das Muscial besucht oder nicht.

Also, los gehts. Jacken sind im Zuschauerraum entweder die ganze Zeit aus sicherheitstechnischen Gründen anzubehalten (auch nicht auf den Schoß zu haben) oder in der Garderobe abzulegen. Wir haben unsere im Auto gelassen. Die insgesamt 3 Euro sind woanders doch besser angelegt.
Foto- und Filmaufnahmen sind nicht gestattet. Das nervt ehrlich gesagt mit diesen ganzen Verboten bei den Musicals. Immer dieselbe Leier. Das Fotografenherz blutet jedes Mal.
Am Anfang ist alles recht cybermäßig (nicht Erschrecken, ihr seid nicht im falschen Musical), aber so langsam findet man in die Story rein. In der Zukunft ist eben handgemachte Musik verboten, alles wird von „Gloablsoft“ kontrolliert. Und nun wird der Held gesucht, der ein Instrument findet, dass die Rockband Queen in ihrer Zeit versteckt hat, für den Fall das es irgendwann keine handgemachte Musik mehr gibt. Naja, und irgendwann nach viel Vorgeplenkel geht es dann auch richtig los!
Also einige Klassiker von Queen rocken schon total. Bei 4-5 Songs (We are the Champions, We will rock you, I want it all,…) tobte die Bude schon mächtig. Trotzdem hatten die Techniker extrem laut aufgedreht, so dass man eigentlich schon Ohrenstöpsel bräuchte. Und ich bin ja, was diese Musikrichtung angeht, nicht zimperlich.
Die Akteure waren ok, im Vergleich zu Aida kamen die meisten Charaktere aber nicht so überzeugend rüber. Viele platte Witze (Anspielungen auf Kölner Eigenarten), teilweise auch nicht ganz verträgliche Stimmen beim Gesang. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass Musical und Rock schwer kombinierbar sind. Hier und da gingen die Witze auch unter die Gürtellinie. Wers braucht!? Bei der Hälfte der Witze habe ich aber auch gelacht, keine Angst.
Der Story an sich konnte ich nicht so gut folgen. Teilweise wusste man mit der nächsten Szene nicht auf Anhieb was anzufangen.
Wir saßen im Rang 3, aber ehrlich gesagt, war das total wurscht, wo man sitzt. Auch Rang 4 hätte es noch getan. Man konnte überall gut gucken. Und teilweise haben sich die Leute mit minderrangigen Karten weiter vorne hingesetzt, weil vermutlich in der Woche weniger los und deshalb 1/3 der Plätze noch frei gewesen ist. Gewusst wie.
Alles in allem habe mich sehr gefreut über die Kombination Musical mit Rock und würde auch sagen, dass man sich das ruhig 1x anschauen könnte. Jedoch muss man auch ein Fabel für Rock haben und Queens-Songs zumindest etwas kennen. Auf einer Schulskala würde ich dem Ganzen eine 3, also „befriedigend“ geben. Zum Vergleich hätte Aida bei mir wohl eine 1 „sehr gut“ bekommen.

Ein paar Bilder vom Tag findet ihr in der Galerie

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