:: Arbeit, Verpflichtungen, Verantwortung

Kennt ihr das? Ihr denkt nur noch an Arbeit, an Verpflichtungen in der Gemeinde, Verantwortung in der Familie. Und denkt dann: Irgendwann platzt mein Kopf. Überall sind Entscheidungen fällig, denen man nicht gewachsen scheint.

Manchmal wünschte ich, ich könnte einfach einmal rausgehen in die Natur und Gott anbeten. Der PC begleitet mich überall hin und manchmal würde ich den einfach aus dem Fenster werfen, trotz der ganzen vielen nützlichen Dinge (Was ist eigentlich nützlich?), die man damit machen kann und damit auch machen muss. Auf der Arbeit, Privat, Nebengewerbe.

Habe gestern den Hauskreis für heute vorbereitet. 1.Thessalonicher 3,5-16. Da geht es um Arbeit…eigentlich mehr um die Menschen, die unordentlich leben, andere ausnutzen und nicht arbeiten wollen. Teilweise, wenn man den Zusammenhang liest deswegen, weil sie in der Erwartungshaltung, dass Jesus in naher Zukunft wiederkommt, leben. Wozu arbeiten? Lohnt sich doch nicht mehr.

Als ich so den Kommentar von William McDonald zu dem Thessalonicherbrief las, war alles schön und gut. Bis ich den letzten Satz zu dieser Textstelle las. McDonalds sagt, eigentlich treffen diese Eigenschaften der Faulheit und des ausnutzenden Lebens nicht mehr auf ganz so viele Menschen wie damals zu. Heute ist es genau umgekehrt. Man ist so geschäftig, jagt durch sein Leben, überhäuft mit Verantwortung und Verpflichtungen, dass man denken könnte, man würde ewig hier auf der Erde leben. Und genau da habe ich mich wiedergefunden. Es wird sich alles schön eingerichtet, gearbeitet wie ein Blöder und am Ende bleibt nur ein Nichts. Die Erwartungshaltung an die Wiederkunft Christi und das Verlangen zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen (was natürlich auch viel schwieriger ist als mit Sachgegenständen zu reden) nimmt in der Gesellschaft und auch selbst an uns Christen, an mir selbst ab.

Ich wünsche mir, dass Gott mich und mein Leben verändert, egal was es kostet. (Ich weiß, das ist gefährlich. Gott antwortet! Aber nur so kann ich brauchbar sein.)

Und noch einen guten Satz zum Schluss, der auf alle von uns Erdenbürgern zutrifft:
„Die Menschen sind weit schlimmer, als du von ihnen denkst!“
Denk drüber nach…

:: Der beste Blondinenwitz

Ein guter, nein sogar der beste Blondinenwitz, den ich je gehört/gelesen habe. Ich hab mich gekrümmt vor Lachen… 😉 Wirklich lustig, dieser Blondinenwitz

:: Meinung zur Volxbibel

Wenn man so durchs Internet surft, wird man hier und da auch auf die Volxbibel stoßen. Amazon vertreibt das hochgelobte oder auch stark verhasste Buch mittlerweile. Menschen unterhalten sich über Pro und Contra, nur kann ich mir ehrlich gesagt noch keine 100%ige Meinung bilden.

Zur Entstehung des Buches (ich sage bewusst Buch, weil ich sie mit meiner Meinung eher neutral betrachten möchte) findet ihr einen Artikel bei inyouth.de.

Ich versuche einfach mal die Pros und Contras für mich gegenüberzustellen. Was auch immer jetzt Pro und Contra meint! Pro, dass es als Bibel anerkannt wird? Pro, dass es ein tolles Buch ist? Pro, dass es Menschen weiterhilft?

PRO

– Wenn ich mir die Entstehung des Buches anschaue (siehe Artikel von inyouth), hat sich jemand versucht Gedanken zu machen. Er hat mehrere Bibelübersetzungen (urtextnahe Elberfelder, Luther, moderne Übersetzung, manchmal auch Griechisch) nebeneinander gehalten und geschaut, wie ein Text in die Umgangssprache der Jugendlichen heute aussehen würde. Ich sehe jetzt auf den ersten Blick wenig Unterschied zu einer „Hoffnung für alle“

– Manche Texte hören sich für mich an, wie wenn man einen Bibeltext für Jugendliche in einer Andacht erzählen würde (je nach Predigttyp)

„Plötzlich war da ein riesengroßer Engel, der auf sie zukam. Ein helles weißes Licht war um ihn rum, so ein Licht, das es nur von Gott kommen konnte, so krass war es. Die Hirten bekamen voll die Panik, aber der Engel beruhigte sie. „Ihr braucht keine Angst zu haben! Ich habe gute Nachrichten für euch und auch alle anderen Menschen! Heute Nacht ist der Mann geboren worden, der euch alle aus eurem Dreck rausholen wird…“ (Volxbibel)

– Es ist zwar ein OpenSource-Projekt, wo jeder Hans und Franz seine Meinung zu einer Formulierung schreiben kann. Jedoch entscheidet das „Übersetzungs“-Team, was am besten paßt. Da sich die Sprache innerhalb von 10 Jahren ganz schön ändern kann, ist angedacht Updates mit dem neuesten Wortbedeutungen herauszubringen.

– Anscheinend lesen schon einige Menschengruppen mit Begeisterung dieses Buch, die vorher vom Glauben nichts wissen wollten (Warum auch immer sie vorher die Bibel nicht gelesen haben?)

CONTRA

– viele Passagen sind einfach zu hart und unter der Gürtellinie formuliert. So etwas verdient die Bibel nicht, auch wenn die „Straßen“-Kinder von heute so ein Zeug reden, heißt ja noch lange nicht, dass es richtig ist, dieselben Kraftausdrücke zu benutzen. Anstand und Respekt vor Gott und seiner Schrift muss sein. Ich kann auch umgangssprachlich formulieren, ohne eine ausfallende und übertreibende Wirkung zu erzielen.

– als Bibelübersetzung würd ich das ganze Projekt nicht sehen, eher als Kommentar. Und da liegt auch die größte Gefahr. Nicht korrekte Formulierungen und Zusammenhänge mit dem Glauben an Jesus Christus werden im Kopf abgespeichert. Klar, gute Beispiele sind auch dabei. Nur wer hat so viel Hintergrundwissen, das zu filtern. Menschen werden irgendwann zu viel Wert auf die Redewendungen der Volxbibel legen und das als DIE Wahrheit sehen (wie bei der Hoffnung für alle, Gute Nachricht, …), so dass teilweise die richtige Deutung, die zum Beispiel aus der Elberfelder, weil urtextnah, möglich ist, verloren geht. Wenn man es schafft, die Menschen an eine „richtige“ Bibelübersetzung heranzuführen ok, aber sonst Finger weg (meine Meinung).

Zusammenfassung:

Ihr merkt, ich bin weder für das eine noch für das andere. Man muss sehr aufpassen, was man da liest, empfiehlt oder auch nicht weitergibt. Es ist immer noch einzig und allein Gottes Reden, durch das wir sein Wort verstehen. Ohne IHN läuft gar nichts, bei keiner Bibelübersetzung, bei keiner Bibelübertragung, bei keinem Kommentar, bei einem christlichen Buch, bei unserem Nachdenken. Vergessen wir das nicht! Ich kann die ganze Bibel auswendig kennen, IHN aber trotzdem nicht in meinem Leben dabeihaben und erkennen, was seine Schrift für meinen Alltag zu bedeuten hat.

Wie ist eure Meinung?…